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Notgroschen aufbauen mit dem Haushaltsbuch: So geht's

Notgroschen aufbauen mit Haushaltsbuch. Systematisch zum finanziellen Polster. Wie viel du brauchst und wie du sparst.

Marcel Baklouti3 Min.

Warum ein Notgroschen wichtig ist

Ein Notgroschen deckt ungeplante Ausgaben: kaputte Waschmaschine, Autoreparatur, kurze Arbeitslosigkeit oder hohe Nachzahlung. Ohne Rücklage landen viele im Dispo oder bei teuren Krediten. Laut Umfragen haben rund 28 % der Deutschen weniger als 1.000 Euro Ersparnisse – das reicht für die wenigsten als Notfall-Polster.

Wie viel Notgroschen?

Als Faustregel: 3 bis 6 Monatsausgaben als liquide Reserve. Wer ein stabiles Einkommen und wenig Verpflichtungen hat, kann mit 3 Monaten starten; bei unsicherem Job, Selbstständigkeit oder Alleinverdiener sind 6 Monate sinnvoller.

SituationOrientierung Notgroschen
Festes Einkommen, wenig Risiko3 Monatsausgaben
Variable Einkommen / Selbstständigkeit6 Monatsausgaben
Alleinverdiener mit Familie5–6 Monatsausgaben
Sehr stabiles UmfeldMind. 2–3 Monatsausgaben

Die Höhe deiner Monatsausgaben kennst du nur, wenn du sie trackst – dafür ist das Haushaltsbuch zentral.

Wo das Geld liegen soll

Der Notgroschen muss schnell verfügbar und nicht schwankenden Kursen ausgesetzt sein. Dafür eignen sich:

  • Tagesgeldkonto – Zinsen variabel, täglich verfügbar, oft bei Direktbanken etwas höher.
  • Girokonto – Nur wenn du es strikt vom Alltagsgeld trennst (eigenes Konto oder Unterkonto).

Nicht geeignet: Aktien, ETFs oder Anlagen mit Laufzeit – im Notfall brauchst du das Geld sofort, ohne Verlustrisiko.

Monatlich sparen: Wie viel?

Aus dem Haushaltsbuch leitest du ab: (1) deine monatlichen Ausgaben, (2) wie viel davon du als Notgroschen anpeilst, (3) was du monatlich zurücklegen kannst.

MonatsausgabenNotgroschen (3 Mon.)Bei 100 €/Monat SparenBei 200 €/Monat Sparen
1.500 €4.500 €45 Monate22–23 Monate
2.000 €6.000 €60 Monate30 Monate
2.500 €7.500 €75 Monate37–38 Monate
3.000 €9.000 €90 Monate45 Monate

Selbst kleine Beträge bringen dich ans Ziel – wichtig ist, regelmäßig zu sparen und das Geld nicht anzurühren, außer im Notfall.

Sparen automatisieren

  • Dauerauftrag – Am Monatsanfang geht ein fester Betrag vom Girokonto aufs Tagesgeld. So wird das Sparen zur Routine.
  • Haushaltsbuch – Zeigt, wo du noch sparen kannst (Abos, Impulskäufe, Bequemlichkeit), und wie viel du realistisch für den Notgroschen abzweigen kannst.

Wo das Geld für den Notgroschen herkommt

Oft ist „ich kann nicht sparen“ eine Frage der Priorisierung. Ein Haushaltsbuch deckt auf:

  • Ungenutzte Abos (oft 30–50 €/Monat)
  • Regelmäßige Kleinerausgaben (Kaffee, Snacks, Lieferessen)
  • Kategorien, in denen du über deinem Wunsch-Budget liegst

Wenn du diese Posten siehst, kannst du bewusst kürzen und den frei werdenden Betrag in den Notgroschen leiten. Splitrate hilft dir dabei: Kategorien und Ausgaben auf einen Blick, sodass du erkennst, welches Geld du ohne großen Verzicht in deine Rücklage umlenken kannst.

Kurz zusammengefasst

  • Notgroschen: 3–6 Monatsausgaben, je nach Sicherheit und Situation.
  • Auf Tagesgeld halten, nicht in Aktien oder festen Anlagen.
  • Monatlichen Betrag festlegen, am besten per Dauerauftrag.
  • Haushaltsbuch nutzen, um Ausgaben zu kennen und Sparpotenzial für den Notgroschen zu finden.

Mit einem systematischen Plan und dem Haushaltsbuch als Basis baust du deinen Notgroschen Schritt für Schritt auf. Wie du danach Sparziele konkret formulierst und erreichst, erklärt der Artikel Sparziele erreichen mit der richtigen Budget-App. Wenn du Schulden abbauen willst, bevor du sparst, hilft der Artikel Schulden abbauen mit dem Haushaltsbuch: Der systematische Weg. Splitrate eignet sich dafür: Ausgaben tracken und Sparpotenzial erkennen – kostenlos, ohne Abo und ohne Werbung.

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